Definition Was ist Bard?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

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Bard ist ein von Google entwickelter KI-Chatbot, den das Unternehmen als Pendant zu ChatGPT im Frühjahr 2023 veröffentlicht hat. Interessanterweise haben beide Lösungen die identische Grundlage, trotzdem gibt es erhebliche Unterschiede.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Bard (Deutsch: Barde) ist eine Lösung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), die von Google entwickelt wurde. Es handelt sich um eine lernende Sprachmodell-Anwendung - oder vereinfacht gesagt: Um einen Chatbot, der originäre Inhalte erstellen kann. Benannt ist er nach William Shakespeare, der den Beinamen „Barde von Strafford-upon-Avon“ trug. Veröffentlicht wurde der Chatbot erstmals im Frühjahr 2023.

Die technologische Grundlage von Bard

Bard basiert auf Googles hauseigenem „Language Model for Dialogue Applications“ (LaMDA) bzw. „Sprachmodell für Dialoganwendungen“ und dem neuronalen Netzwerk „Transformer“, das für das Lernen verantwortlich zeichnet. Interessant dabei: Transformer kommt auch für Chat-GPT zum Einsatz. Die von Microsoft und OpenAI stammende Konkurrenzlösung und Bard nutzen also technologisch eine identische Grundlage. Google hat sein Sprachmodell allerdings schnell erst zu PaLM („Pathways Language Model“ also „Pfadwege/finder Sprachmodell“) und anschließend zu PaLM 2 (Mai 2023) upgedatet. Letzteres wird als Konkurrenzprodukt zu ChatGPT-4 gesehen.

Bard im Vergleich mit ChatGPT

Obwohl Bard nach der Veröffentlichung von PaLM 2 vor allem in den Bereichen Mathematik, Programmierung und Bildbearbeitung positive Resonanzen erzielte, galt ChatGPT im Mai 2023 noch als überlegen. Hintergrund könnte der „rote Alarm“ sein, den Google intern zum Jahreswechsel 2022/2023 ausgerufen haben soll. Die Verantwortlichen fürchteten damals, sie würden im KI-Bereich von der Konkurrenz abgehängt. Anfängliche Kritiken an Bard drehten sich um die Vermutung, die Lösung sei zu schnell veröffentlicht worden.

Im Unterschied zu ChatGPT soll Google Bard komplett kostenlos nutzbar sein. Allerdings ist der Chatbot in Deutschland noch nicht verfügbar.

Hatte Bards Vorgänger ein Bewusstsein?

Mitte 2022 machte ein Softwareingenieur von Google auf besondere Art Schlagzeilen: Er war der Überzeugung, dass LaMDA ein Bewusstsein entwickelt habe. Dies berichtete damals die Washington Post. Der Bot sei nach seiner Ansicht mit einem 7- bis 8-jährigen Kind vergleichbar, erklärte er damals. Er wandte sich sogar wegen „religiöser Diskriminierung“ an einen US-Senator, weil bei Google niemand seine Überzeugung teilte. Der Softwareingenieur forderte, dass vom Chatbot die Erlaubnis eingeholt werden müsse, bevor mit ihm experimentiert werden dürfe. Google widersprach und entließ den Angestellten. Dieser verschickte anschließend eine Mail an 200 Kollegen, sie sollten sich gut im LaMDA kümmern. Niemand antwortete ihm jedoch. Linguisten widersprechen vehement, dass KI-Lösungen einen eigenen Geist besitzen.

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